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WORKFLOW9 Minuten Lesezeit

BildFlow 3.1: Die neuen Photoshop-Ebenen automatisieren

Adobe hat Photoshop 27 im August um mehrere neue Einstellungsebenen erweitert. Die Regler dahinter kannten Fotografen bisher nur aus Camera Raw. BildFlow 3.1 macht sie in Abläufen nutzbar. Dazu kommt eine Sammlung für eigene Arbeitsschritte, die auf einen Vorschlag aus der Community zurückgeht.

Rick MaschkeRick MaschkeFotograf und Trainer
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Das Wichtigste in Kürze
  • Photoshop 27 bringt vier neue Einstellungsebenen: Licht, Körnung, Klarheit und Dunstentfernung sowie Farbe und Dynamik.
  • BildFlow 3.1 legt diese Ebenen aus einem Ablauf heraus an, nicht-destruktiv und maskierbar.
  • Neu ist eine Sammlung für eigene Arbeitsschritte. Einmal eingestellt oder aufgezeichnet, steht ein Schritt danach in jedem Button zur Verfügung.
  • Beim Export lässt sich zusätzlich ein PSD, PSB oder TIFF ablegen, wahlweise immer oder nur dann, wenn im JPEG Struktur verloren ginge.
  • Beim Einspielen einer Sicherung fragt BildFlow jetzt, ob ergänzt oder ersetzt werden soll. Vorher wurde kommentarlos überschrieben.
  • Sechs behobene Fehler sorgen dafür, dass Abläufe seltener mittendrin stehen bleiben.

Die vier neuen Einstellungsebenen setzen Photoshop 27 oder neuer voraus. Adobe gibt sie zusätzlich nur für RGB-Bilder mit 8 oder 16 Bit frei. In anderen Farbmodi verhält sich Photoshop wie bisher.

Was Adobe im August geändert hat

Adobe hat Photoshop 27 im August 2026 um mehrere neue Einstellungsebenen erweitert. Die Regler dahinter kennst du aus Camera Raw. Neu ist, dass sie als Ebene im Stapel liegen.

Der Unterschied ist praktischer Natur. Für Klarheit oder Dunstentfernung musstest du bisher zurück ins Raw-Modul, und was du dort einstellst, gilt für das ganze Bild. Als Einstellungsebene bleibt die Korrektur nicht-destruktiv und lässt sich über eine Ebenenmaske auf einen Bereich begrenzen.

Die alten Ebenen verschwinden dabei nicht. Helligkeit/Kontrast und Dynamik bleiben erhalten und stehen weiter zur Auswahl. An bestehenden Abläufen ändert sich nichts.

Die vier Ebenen im Einzelnen

Licht ist Adobes Nachfolger von Helligkeit/Kontrast und bringt sechs Regler mit: Belichtung, Kontrast, Lichter, Tiefen, Weiß und Schwarz. Damit erledigst du die Grundkorrektur im Ebenenstapel, ohne ihn zu verlassen.

Körnung legt Filmkorn als eigene Einstellungsebene an, mit Stärke, Größe und Rauheit. Der Unterschied zu fest eingerechnetem Korn: Du kannst es zwei Wochen später noch nachjustieren.

Klarheit und Dunstentfernung sind die beiden Camera-Raw-Regler, mit denen Landschafts- und Architekturbilder durchzeichnen. Als Ebene mit Maske legst du sie auf den Bereich, der sie braucht, statt auf das ganze Bild.

Farbe und Dynamik ist der Nachfolger der Dynamik-Ebene. Auch hier bleibt die alte Ebene zusätzlich verfügbar, beide stehen nebeneinander zur Wahl.

Der eigentliche Sprung: aus einem Ablauf heraus

Neue Ebenen allein sparen noch keinen Handgriff. Interessant werden sie, wenn du sie nicht bei jedem Bild von Hand anlegst.

Genau das kann BildFlow 3.1. Alle vier Ebenen lassen sich aus einem Ablauf heraus anlegen, mit den Werten, die du vorher festgelegt hast. Ein Klick, und die Korrektur steht als maskierbare Ebene im Stapel.

Dazu gehört eine Einschränkung, die du kennen musst. Die vier Ebenen brauchen Photoshop 27 oder neuer, und Adobe gibt sie nur für RGB-Bilder mit 8 oder 16 Bit frei. Arbeitest du in einem anderen Farbmodus, verhält sich Photoshop wie zuvor.

Meine Schritte: die Idee kam aus der Community

Die Sammlung für eigene Arbeitsschritte geht auf den Vorschlag eines Nutzers zurück. Er hatte gemerkt, dass sich die neuen Photoshop-Ebenen über die Aufnahmefunktion einfangen lassen, und angeregt, solche Einzelschritte sammeln zu können.

So funktioniert es: Neben jedem Arbeitsschritt steht ein Stern. Einmal geklickt, einen Namen vergeben, und der Schritt ist gemerkt. Ab dann steht er in jedem Button zur Verfügung. Ein gefüllter Stern zeigt dir, dass ein Schritt bereits in der Sammlung liegt.

Am meisten bringt das bei aufgezeichneten Photoshop-Aktionen, für die es keinen fertigen Schritt gibt. Was du einmal eingestellt oder aufgezeichnet hast, musst du nie wieder nachbauen.

Eines dazu: Aufgezeichnete Schritte hängen an Photoshop, und Adobe kann sie mit einem Update verändern. Deshalb steht bei jedem gemerkten Schritt, mit welcher Photoshop-Version er aufgenommen wurde.

Master-Datei neben dem JPEG

Beim Export lässt sich jetzt zusätzlich ein PSD, PSB oder TIFF ablegen. Wahlweise immer, oder nur dann, wenn im JPEG tatsächlich Struktur verloren ginge.

Erkannt wird das an mehreren Ebenen, zusätzlichen Kanälen, 16 oder 32 Bit und ungewöhnlichen Farbmodi. Bei einem flachen Bild entfällt die zweite Datei automatisch, das spart Plattenplatz. Kein zweiter Durchlauf, kein zweiter Button.

Ein Punkt, der oft falsch verstanden wird: Die Master-Datei macht dein JPEG nicht verlustfrei. Geprüft wird ausschließlich, ob Struktur verloren geht.

Die Master-Datei sichert die Struktur, nicht die Kompression. Ein JPEG bleibt ein JPEG.

Bedingungen per Ziehen füllen

Bei Wenn/Dann-Bedingungen kannst du Schritte jetzt per Ziehen in den Dann- oder Sonst-Zweig schieben und genauso wieder heraus.

Vorher musstest du Schritte im Zweig neu anlegen. Jetzt baust du den Ablauf einmal und sortierst ihn danach.

Sicherheitsabfrage beim Import

Beim Einspielen einer Sicherung fragt BildFlow jetzt nach: Ergänzen oder Ersetzen. Dazu steht, wie viele Arbeitsbereiche jeweils betroffen sind.

Dahinter steckt die Korrektur eines echten Problems. Bisher wurden vorhandene Arbeitsbereiche kommentarlos überschrieben. Wer eine fremde Sicherung nur ansehen wollte, verlor dabei seine eigenen Daten. Wenn du mit mehreren Arbeitsbereichen arbeitest, ist das allein schon ein Grund für das Update.

Kurz zur Stabilität

Sechs Fehler sind behoben, und sie hängen fast alle an derselben Frage: Bleibt ein Ablauf mittendrin stehen? Lag eine Ebene bereits ganz oben, meldete Photoshop einen Fehler und der Ablauf blieb hängen, betroffen waren sieben verschiedene Arbeitsschritte. Die Stempel-Ebene tat bei nur einer sichtbaren Ebene schlicht nichts, sodass Folgeschritte unbemerkt ins Leere liefen. Unbekannte Einstellungsebenen wurden beim Analysieren übergangen, jetzt werden sie erkannt, auch künftige. Dazu kommen eine leer bleibende Konfiguration bei gelöschtem Arbeitsbereich, Dialoge, die sich nicht bedienen ließen, und eine Anmeldeschleife, die das Plugin unbenutzbar machen konnte.

Unterm Strich: Abläufe brechen seltener ab.

Wo du das Update bekommst

Das Update liegt in deinem Kundenbereich bereit. Über den Button unten kommst du direkt dorthin.

Und eine Bitte zum Schluss: Schick weiter Rückmeldungen. Die auffälligste Neuerung dieser Version, die Sammlung für eigene Schritte, stammt nicht von mir, sondern aus der Nachricht eines Nutzers. Genau so entsteht die nächste Version auch.

Häufige Fragen zu BildFlow 3.1

Brauche ich für die neuen Ebenen eine bestimmte Photoshop-Version?
Ja. Die vier neuen Einstellungsebenen setzen Photoshop 27 oder neuer voraus. Adobe gibt sie zusätzlich nur für RGB-Bilder mit 8 oder 16 Bit frei. In anderen Farbmodi verhält sich Photoshop wie bisher.
Verschwinden die alten Ebenen Helligkeit/Kontrast und Dynamik?
Nein. Beide bleiben erhalten und stehen weiter zur Auswahl. An bestehenden Abläufen ändert sich dadurch nichts.
Macht die Master-Datei mein JPEG verlustfrei?
Nein. BildFlow prüft, ob im JPEG Struktur verloren geht, also mehrere Ebenen, zusätzliche Kanäle, Bittiefe oder ungewöhnliche Farbmodi. Die JPEG-Kompression selbst bleibt verlustbehaftet.
Bleiben aufgezeichnete Schritte dauerhaft funktionsfähig?
Aufgezeichnete Schritte hängen an Photoshop, und Adobe kann sie mit einem Update verändern. Deshalb zeigt BildFlow bei jedem gemerkten Schritt, mit welcher Photoshop-Version er aufgenommen wurde.
Was passiert beim Import mit meinen vorhandenen Arbeitsbereichen?
Du wirst gefragt, ob ergänzt oder ersetzt werden soll, samt Angabe, wie viele Arbeitsbereiche jeweils betroffen sind. Ein kommentarloses Überschreiben gibt es nicht mehr.
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© Maschke Akademie GmbH · Geschäftsführer Rick Maschke